Die Idee der Car2X-Kommunikation hat jedoch nicht nur ihre Vorteile. Es müssen gewisse Faktoren berücksichtigt werden, die den Einsatz dieser Technologie in der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit beeinträchtigen.

Eine Schwierigkeit liegt in der Verbreitung der Car2X-Ausstattung in den Fahrzeugen. Denn gerade zu Beginn werden nur wenige Automobile über diese Technik verfügen, weshalb nur eine begrenzte Anzahl von Warnungen dem Fahrer ausgegeben werden kann. Der Fahrer kann und darf also nicht davon ausgehen, dass auf einer Strecke ohne Warnmeldungen keine Gefahren drohen. Dieses Problem wird aber auch nach vielen Jahren weiterhin bestehen, da auch dann noch Fahrzeuge, wie zum Beispiel Oldtimer, nicht aufgerüstet sein werden.

Ein weiteres Problem stellt das Einbeziehen der Fahrradfahrer und Fußgänger in die Car2X-Kommunikation dar. Denn auch diese müssten mittels einer Funkverbindung mit in das Kommunikationsnetz eingebunden werden, um ihre Sicherheit zu erhöhen. Wie dies umgesetzt werden kann, ist noch nicht geklärt.

Der größte Kritikpunkt ist allerdings der unzureichende Datenschutz. Denn will man eine Manipulation der Meldungen verhindern, müsste jedes einzelne Fahrzeug über ein digitales Zertifikat verfügen. Dadurch wäre aber die Anonymität der Besitzer nicht mehr gewährleistet.
Zudem besteht aber auch noch die Gefahr des sogenannten Trackings. Die Ortung der einzelnen Verkehrsteilnehmer würde, ebenso wie bei Mobiltelefonen, einen enormen Eingriff in die Privatsphäre darstellen.