Seit einigen Jahren befassen sich verschiedene Forschungsprojekte mit der Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur. Namhafte Automobilhersteller wie Mercedes oder Audi, Fahrzeugzulieferer und Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer Gesellschaft oder Universitäten arbeiten gemeinsam an Technologien und Umsetzungsmöglichkeiten zur Verwirklichung des Car2X-Gedankens.

Besonders hervorzuheben ist das 2013 abgeschlossene Projekt simTD und das Projekt Ko-FAS. Bei beiden Forschungsinitiative haben die Kooperationspartner an dem gemeinsamen Ziel gearbeitet, die Verkehrssicherheit durch die Car2X-Kommunikation zu erhöhen. Die Fahrzeuge sind dafür mit Sensoren, Kameras und Radars ausgestattet, mit denen Daten, wie Geschwindigkeit oder Abstand, gesammelt werden können. Diese werden dann über W-Lan nach dem IEEE 802.11 Standard und die Mobilfunktechnologien UMTS und GPRS versendet.

Das Projekt Ko-FAS gliedert sich in die Teilprojekte Ko-PER, Ko-TAG und Ko-KOMP, wobei Ko-PER und Ko-TAG an Systemen zur Erhöhung der Sicherheit an Kreuzungen und im Längsverkehr geforscht haben. Bei Ko-KOMP lag der Schwerpunkt auf der Untersuchung der Funkkommunikation. Dafür wurde eine Testanlage aufgebaut, auf der die Kommunikation zwischen den Verkehrsteilnehmern und der Infrastruktur praktisch erprobt wurde.

Auch für das Projekt SimTD, das für „Sichere Intelligente Mobilität Testfeld Deutschland“ steht, haben sich viele Firmen zusammengetan, um an Car2X-Funktionen zu arbeiten, die die Verkehrseffizienz und Fahrsicherheit steigern sollen. Im August 2012 wurden Testfahrten mit 120 Autos und drei Motorrädern durchgeführt, um Forschungsergebnisse unter realen Umständen zu erhalten. In der Pressemitteilung zum Abschluss des Projekt wurde bekannt gegeben, dass die Car2X-Technologie „unter Alltagsbedingungen ihre Tauglichkeit zeigen“ konnte.
Mercedes plant eine zeitnahe Einführung der Technologie in aktuelle Modellreihen.